Gedanken, Psyche

Face in the Crowd

Wie spät ist es? Blicke auf den Kalender, auf die Menschen um mich, die so schnell wachsen oder wieder in sich zusammenfallen. So spät schon? Schon fast zu spät.

Je später es wird, desto mehr steigt die Unruhe. Und die Unruhe führt zur Rotation um die eigene Achse. Und die führt zu – Stillstand. Und so stehe ich still und weiß nicht wohin mit mir. Suche und finde billige, einfache Ablenkung. Halte die Gedankenspirale für einen Moment an.

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Gedanken

Rückblick || Looking Back

Welches Fazit ziehst Du aus diesem Gemeinschaftsprojekt? Was ist dir besonders ins Auge gestochen, was hast du gelernt?

Nehmen wir irgendeine ältere Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und stellen daneben eine junge Frau, die sich am Anfang ihrer Reise befindet. Beide sind sich fremd. Auf der Straße wären sie stumm aneinander vorbei gegangen. Ein klarer Blick durch die andere Person hindurch bestätigt die Anonymität und die Selbstfokussierung der heutigen Gesellschaft… und doch ist es unermesslich bereichernd, wenn man sich tatsächlich begegnet und einen offenen Austausch wagt. Man spürt eine Verbindung und Abhängigkeit und lernt von seinem Gegenüber.

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Gedanken

Prost, Menschheit || Cheers, Humanity

Cheers, Humanity

12. Was wünschst Du Dir für die Menschheit?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Zufriedenheit, Erkenntnis, Selbsterhaltung, Respekt allen Leben und unserem Lebensraum gegenüber, viel Geduld, große Ressourcen, um die Weiterentwicklung voranzubringen, Toleranz, Ausgewogenheit, Liebe…“ 

Helen:

„Ich wünsche mir sehr, dass wir uns gegenseitig den Respekt entgegenbringen, den wir uns auch von Anderen erwarten. Ich wünsche mir, dass wir weniger hassen, uns nicht weiter gegeneinander aufhetzen lassen. Dass wir uns unsere Fehler und unser Unwissen eingestehen, unseren Stolz auch mal vergessen. 

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Gedanken

Stolzer Pfau || Proud Peacock

Stolzer Pfau

11. Worauf bist Du stolz?

Helen:

„Auch, wenn sie mir manchmal das Leben nicht leicht machen, bin ich stolz auf meinen Ehrgeiz und mein Durchhaltevermögen. Ich bin stolz darauf, dass ich den Mut habe, Pläne in die Tat umzusetzen und viel von dem, was ich erreichen wollte, tatsächlich auch geschafft zu haben. 

Wenn ich einen Traum habe, tue ich einiges dafür, damit er in Erfüllung geht. Auch anderen gegenüber mache ich selten bis nie leere Versprechungen.

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Gedanken

Päckchen Tragen || Carrying Baggage

Päckchen Tragen

10. Spürst Du ein Gewicht, welcher Art auch immer, auf Deinen Schultern lasten?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Früher war es wenig greifbar, heute kenne ich meine Baustellen und mein Gepäck, dass ich mit mir trage. 

Ich habe in meinem Erbgut/meinen Genen einiges aufzuarbeiten, das spüre ich deutlich. Was zeitlich am nächsten dran ist, ist sicherlich das Aufarbeiten der kürzlichen deutschen Geschichte. Die Wissenschaft geht davon aus, dass traumatische Erlebnisse im Erbgut abgespeichert werden können und sich diese erst Generationen später bemerkbar machen. Ein interessantes Thema, das ich für mich aufarbeiten möchte. Leider jedoch rinnt mir die Zeit wie Sand durch die Hände: die Zeitzeugen sind am Wegsterben. Es scheint einiges an Schuldgefühlen zu geben, die es mir oft unmöglich machen Stolz auf meine Wurzeln zu sein. 

Generell glaube ich an Karma und an Wiedergeburt. Mir sind einige besondere Verbindungen zu Menschen und Ländern bewusst, und ich gehe davon aus, dass ich in diesem oder einem folgenden Leben noch einiges aufzuarbeiten habe. 

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Gedanken

Straßenkarte || Road Map

Straßenkarte

9. Hast Du das Gefühl auf Deinem Weg zu sein? Wonach suchst Du?

Helen:

„Das ist eine schwierige Frage. Ich bin definitiv auf einem Weg und ich habe auch das Gefühl, Schritt für Schritt voranzukommen. Wo es hingeht, das ist eine andere Frage. Ich glaube zumindest, dass ich immer mehr zu der Person werde, die ich sein möchte und die ich in meinem Kern auch bin, und das ist ja schon mal viel wert. 

Mit der Zeit kristallisieren sich meine Werte und meine Vorstellungen vom Leben immer weiter heraus. 

Für mich geht es darum, Selbstsabotage aufzugeben und mein Leben sinnstiftend zu gestalten. 

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Gedanken

Tägliches Glück || Daily Luck

Tägliches Glück

8. Welche Aktivitäten machen Dich glücklich und wie erdest Du Dich?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Es sind die Kleinigkeiten: Musik durchstöbern, hören und dabei ausgelassen mitsingen oder durch die Wohnung tanzen. Ein reichhaltiges Gespräch mit einem mir lieben Menschen. Kochen und gemeinsames Essen. Gartenarbeit und Spazieren gehen in der Natur oder der Großstadt. Schreiben, lesen, malen, basteln, meditieren.“ 

Helen:

„Am liebsten bin ich mit meinem Verstand völlig bei einer Sache, auch, wenn das leider selten der Fall ist. Aktivitäten, bei denen ich völlig konzentriert und gleichzeitig entspannt sein kann, sind Outdoorsportarten wie Klettern oder Surfen. Einen Tag mit netten Leuten in der Natur zu verbringen, das Handy in der Tasche zu lassen, sich zu verausgaben und zwischendurch eine Pause in der Sonne zu machen, das macht mich glücklich. Generell bin ich ein totaler Sommermensch und verbringe meine gerne Zeit draußen. 

Neues zu entdecken macht mich verdammt glücklich, aber auch das Gefühl, angekommen, geborgen und geliebt zu sein. 

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Gedanken

Ausbalancieren || Balancing

Ausbalancieren

7. Work-Life-Balance, wie ist die Gewichtung in Deinem Leben? Bzw. was bedeutet das für Dich konkret?

Helen:

„Letztens habe ich ein Zitat gelesen, das in etwa besagt, dass das Wort „Work-Life-Balance“ die Arbeit schon aus dem Leben exkludiert. So, als gäbe es neben dem schönen, freien Leben einen Teil des Daseins, der keinen Spaß machen darf oder kann. 

Nach dem ersten Einblick ins Arbeitsleben bin ich noch auf der Suche nach etwas, was mir Sinn gibt. Generell ist es für mich essentiell, Zeit zu haben, um das Leben zu genießen. Das kann ich vor allem dann tun, wenn ich Aktivitäten nachgehe, die mir Energie geben. Im letzten Jahr habe ich gelernt, besser auf meinen Körper zu hören und zu erkennen, was ich gerade brauche. Es ist mir also wichtig, grundsätzlich gut mit meiner Energie zu haushalten, was mir als kleinem Workaholic nicht immer leicht fällt. Ich glaube, dass ich das kapitalistische System und den gesellschaftlichen Leistungsdruck – wie die meisten – in dieser Hinsicht stark internalisiert habe und mein Handeln in jedem Fall laufend hinterfragen sollte. Die knappen zwei Jahre, in denen ich mich auf das erste juristische Staatsexamen vorbereitet habe, haben mich in dieser Hinsicht schon sehr geprägt.

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Gedanken

Allein Zu Haus || Home Alone

Allein Zu Haus

6. Fühlst Du Dich erwachsen?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Ich habe mir sehr lange meine jugendliche Spontanität und Verrücktheiten bewahren wollen. Zudem hat mich mein Leben in der Musikbranche jung gehalten. Erwachsen sein kam immer dem langweiligen Spießigen gleich, was für mich nie in Frage kam. Dennoch hat man mich bereits als Zwanzigjährige als reif und erwachsen wahrgenommen, immer meinem Alter voraus. Das Erwachsensein war für mich erst als Gefühl spürbar, als ich selbst Mama geworden bin; mit dem Nestbau und dem Wunsch meinem Minime ein Vorbild zu sein. Mein Minime soll ebenso die Möglichkeit der Selbstverwirklichung haben und ein erfülltes Leben führen können. 

Erwachsensein bedeutet für mich auch, dass ich nicht mehr das Zentrum meines Universums bin. 

Sovely – www.MurmelMeister.com
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Gedanken

Frauen-Spirit || Women Spirit

Frauen-Spirit

5. Wie nimmst Du Dich als Frau wahr?

Helen:

„Bis vor einigen Jahren habe ich mich überhaupt nicht als Frau wahrgenommen. Auch nicht wirklich als Mädchen, sondern eher in typischer Britney-Spears-Manier als etwas dazwischen. Eine Frau war man meiner Ansicht nach eher ab Mitte 30, als „Karrierefrau“ vielleicht oder in einer Mutterrolle (als ob es nur diese beiden Optionen gäbe). 

Erst seit kurzer Zeit sehe ich mich also überhaupt wirklich als Frau. Und als Feministin. Ich sehe, dass Frauen überall auf der Welt noch keine Chancengleichheit erfahren und es macht mich wütend. Ich wünsche mir, dass unsere Möglichkeiten nicht von unserem Geschlecht bestimmt werden, dass unsere Fähigkeiten in Zukunft objektiver betrachtet werden. 

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