Poesie

Trip through your mind

Take me on a trip through your mind.

I want to travel the roads of hopes and dreams,
lose myself in the currents of consciousness,
unfold in the deep seas of longing
and be born anew from your smile.

Let me explore all caves and corners,
get lost in the labyrinth that is your mind,
crawl through tight corridors of fear,
succumb to the everpresent stream of thought
and be carried away with it.

Let me take a plunge into your soul,
fall into the unknown,
forever trusting the depth of your being.

image credits: Jr Korpa via unsplash.com

Gedanken, Gesellschaft

Du hast eine Stimme

Kannst du dich über Steuerhinterziehung aufregen? Möchtest du, dass dieser Planet gegen Ende des 21. Jahrhunderts noch bewohnbar ist? Ist es dir nicht egal, wie unser Bildungssystem aussieht? Findest du es wichtig, dass Menschen nicht diskriminiert werden? Betreffen dich staatliche Leistungen irgendeiner Art?

Wenn du eine dieser Fragen mit „ja“ beantworten konntest, dann darf ich gratulieren: Du bist ein politischer Mensch. Und ja, die Bundestagswahl betrifft auch dich.

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Gedanken, Psyche

Ich falte mich akkurat zusammen.

Manchmal wirft mein Strahlen lange Schatten und Sterne tanzen in meinem Rhythmus. Manchmal bin ich riesengroß.

Doch meistens falte ich mich selbst so klein zusammen, dass ich in jede Tasche passe. Wie praktisch das doch für alle Beteiligten ist! So wenig, an dem man sich stoßen kann.

Ich verkaufe mich häppchenweise, bin leicht verdaulich, neutral genug für jeden Geschmack. Und später schnell vergessen.

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Gedanken, Psyche

Schau, wie weit du gekommen bist!

Das hier sollte eigentlich ein Beitrag darüber werden, wie ich gestärkt aus einer Herausforderung hervorgehe. Wie ich die Komfortzone verlasse, alle Hindernisse überwinde und als Siegerin zurückkehre.

Okay, ich habe einfach nur einen Vortrag gehalten. Einen Vortrag, vor dem ich zwei Wochen lang angespannt war und der vermutlich gar nicht mal so schlecht lief. Ich habe erwartet, dass ich mich danach stark fühle, erleichtert, zufrieden und möglicherweise sogar selbstbewusst. Aber nein, ich fühle mich vor allem müde, mit einem latenten Kopfschmerz im Stirnbereich. Ich zweifle an mir, meinen Fähigkeiten, an meiner Leistung.

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Allgemein

Wenn ich Rebellin wäre

Ich trage die Rebellion mit und in mir und mit jedem Schritt geht etwas verloren. Versickert einfach im Sand unter meinen Füßen, verflüchtigt sich in der Luft.

Generation Apathie, zwischen den Welten geboren. Eine Prise Staub von gestern und die vage Ahnung von einem schillernden Morgen. Zu viel auf einmal, nehmen nur langsam Schwung auf, wenn überhaupt. Sind nicht schäumend und rotierend auf die Welt gekommen, sondern oh so behütet. Gebremst von der Schwere der Welt. Ziehen jetzt mit, irgendwie. Und wissen doch immer noch nicht, was tun, wie funktioniert das alles.

Ist Rebellion für uns nur ein Begriff aus der Zigarettenwerbung?

Ich trage Samen im Herzen, die ich nie säe, weil immer alles anstrengend ist. Weil mir sonst die Zeit fehlt, um mich zu beweisen. Und beweisen müssen wir uns wie nie, online und offline. Tag und Nacht. Was soll sonst aus uns werden. Wann soll ich denn so zum Gießen kommen? Rebellion braucht Luft, um zu gedeihen.

Luft, und Zeit, und Gemeinschaft. Und Sinn, den ich vor lauter Problemen nicht sehe wie den Wald vor Bäumen. Dabei ist er gerade nötiger denn je.

War immer Fan, habe innerlich immer mitgeschrien, aber im Außen versagt mir die Stimme. Nicht komplett mutlos, aber angepasst. Tröste mich mit dem Gedanken, Komplizin zu sein, Backstage mitzuhelfen. Während meine alten Vorbilder verwittern, als hätten sie es auch nicht besser gewusst.

Was bleibt: die Gedanken, die Hoffnung, der anderen wegen, und trotz allem auch die Möglichkeiten. Immer.

Bildnachweis: Jan Kopřiva via pexels.com

Gedanken, Persönliches

Ein langgehegter Traum

Die Flut an Informationen, die aus verschiedenen Bildschirmen auf mich einströmt, deckt sich nicht mit meinem Empfinden. Viel passiert da draußen, aber ich sehe es nicht. Ich bin hier, in meinem Kokon, seit über einem Jahr. Vorsichtig dosierte Kontakte, vermehrte Rückzüge ins Elternhaus, freundliche Gesichter auf ebendiesen Bildschirmen. Die immer gleichen Wege. Alles gut, zum Glück, welch ein Privileg. Aber doch alles so wahnsinnig, wahnsinnig gedämpft.

Dabei bewege ich mich auch, bin in diesem halbherzigen Dauerlockdown bereits (zweimal) umgezogen. Und denke ehrlich gesagt schon wieder ans Weglaufen, aber weiß, dass mich woanders kaum mehr erwartet. Dass ich nicht mal wirklich angefangen habe, hier anzukommen. Also bleibe ich und warte ab. Vertreibe mir die Zeit mit Büchern, ein paar vagen Träumen und vor allem mit Arbeit.

Außerdem höre ich Musik, insbesondere spanischsprachige. Und die weckt weitere Träume, solche, die ich schon lange geträumt habe, eine Zeit lang unter Auswendiggelerntem und Alltagsproblemen verschüttet. Aber sie sind noch immer präsent, klopfen stetig an und monieren – zu recht – die unverschämte Missachtung.

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Gedanken, Psyche

Warum ich das Klettern liebe

Geklettert bin ich schon immer. Als Kind schwindelfrei auf die höchsten Bäume, Klettergerüste rauf und runter, mit meinem Vater und meinem Bruder in der Boulderhalle. Wenn es für jede Person eine Bewegungs- oder Sportart gibt, die ihr Energie und Freude gibt, dann ist es für mich das Klettern. Schon klar, es ist auch einfach ein extrem gehypter Sport. Aber – zu recht! Auch für mich ist es einfach eine der besten Beschäftigungen, der man im Leben so nachgehen kann. Hier sind einige der Gründe dafür.

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Gedanken, Psyche

Die Planer und die Planlosen

Kannst du die Frage, wo du dich in fünf oder zehn Jahren siehst, beantworten? Weißt du genau, wo du hinwillst und verfolgst dieses Ziel mit Leidenschaft? Herzlichen Glückwunsch! Oder eher herzliches Beileid?

Ich glaube es gibt, vereinfacht gesagt, zwei Arten von Menschen: die, die ihre Zukunft planen und die, die alles auf sich zukommen lassen. Erstere stecken sich Ziele: sie möchten erfolgreiche Autor*innen oder Anwält*innen werden, sich selbstständig machen, auswandern oder eine Familie gründen. Vielleicht auch alles auf einmal, hey, warum nicht. Letztere können sich nicht festlegen oder wissen einfach noch nicht, wohin das Leben sie führt. Sie lassen sich Zeit und sie lassen sich treiben. Es wird sich schon alles ergeben.

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Gedanken, Rezensionen

Kürzlich gelesen

Lange habe ich nicht mehr über Bücher geschrieben. Das liegt nicht daran, dass ich nicht gelesen hätte – aber vielleicht zum Teil an der Tatsache, dass ich mich seit über einem Jahr(!) durch „Krieg und Frieden“ wurschtle. Doch das Ende ist nah und mittlerweile bin ich auch wieder mit Freude dabei. Wie dem auch sei, in den Krieg-und-Frieden-Pausen der letzten Wochen und Monate habe ich ein paar weitere Bücher zu Ende gelesen, die ich euch heute vorstellen möchte.

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Gedanken, Persönliches

Ein Frühlingstraum

Es wird wieder wärmer, das spüre ich. Kein Zweifel, es ist Frühlingsluft, die da sanft über meine Haut streicht. Zwei Frauen lachen laut, irgendwer raucht einen Joint. Farbenfrohe Erinnerungen werden langsam präsenter, als hätte ich sie aus dem Winterschlaf erweckt. Und wie ich in der Abenddämmerung durch die Straßen radle, fühle ich mich so frei wie schon lange nicht mehr. Ein Gemisch aus Sehnsucht und Vorfreude breitet sich in meiner Brust aus. Ein erhebendes Gefühl.

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