Gedanken, Persönliches

Ein langgehegter Traum

Die Flut an Informationen, die aus verschiedenen Bildschirmen auf mich einströmt, deckt sich nicht mit meinem Empfinden. Viel passiert da draußen, aber ich sehe es nicht. Ich bin hier, in meinem Kokon, seit über einem Jahr. Vorsichtig dosierte Kontakte, vermehrte Rückzüge ins Elternhaus, freundliche Gesichter auf ebendiesen Bildschirmen. Die immer gleichen Wege. Alles gut, zum Glück, welch ein Privileg. Aber doch alles so wahnsinnig, wahnsinnig gedämpft.

Dabei bewege ich mich auch, bin in diesem halbherzigen Dauerlockdown bereits (zweimal) umgezogen. Und denke ehrlich gesagt schon wieder ans Weglaufen, aber weiß, dass mich woanders kaum mehr erwartet. Dass ich nicht mal wirklich angefangen habe, hier anzukommen. Also bleibe ich und warte ab. Vertreibe mir die Zeit mit Büchern, ein paar vagen Träumen und vor allem mit Arbeit.

Außerdem höre ich Musik, insbesondere spanischsprachige. Und die weckt weitere Träume, solche, die ich schon lange geträumt habe, eine Zeit lang unter Auswendiggelerntem und Alltagsproblemen verschüttet. Aber sie sind noch immer präsent, klopfen stetig an und monieren – zu recht – die unverschämte Missachtung.

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Gedanken, Persönliches

Ein Frühlingstraum

Es wird wieder wärmer, das spüre ich. Kein Zweifel, es ist Frühlingsluft, die da sanft über meine Haut streicht. Zwei Frauen lachen laut, irgendwer raucht einen Joint. Farbenfrohe Erinnerungen werden langsam präsenter, als hätte ich sie aus dem Winterschlaf erweckt. Und wie ich in der Abenddämmerung durch die Straßen radle, fühle ich mich so frei wie schon lange nicht mehr. Ein Gemisch aus Sehnsucht und Vorfreude breitet sich in meiner Brust aus. Ein erhebendes Gefühl.

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Gedanken, Persönliches

Zwei Frauen || Two Women

Zwei Frauen

Wenn wir in den letzten Monaten etwas gelernt haben, dann das: gemeinsam geht fast alles besser. Indem wir unterschiedliche Perspektiven einnehmen, können wir Probleme leichter lösen und Rückschlüsse auf unsere eigene Position ziehen. Aus diesem Grund kam es – mitten in der einer Zeit der Ungewissheit – zu Sovelys Post „Help In Process“, auf den sich Helen prompt per Email meldete. Aus unserem kurzen schriftlichen Kontakt wurde ein kleines Gemeinschaftsprojekt: 

12 Fragen, 2 Frauen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werdegängen und Ansichten. 

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Gedanken, Persönliches

Me vs. 40-Stunden-Woche

Seit knapp vier Wochen arbeite ich 40 Stunden in der Woche, Montag bis Freitag, so ziemlich 9 to 5. Und seit knapp vier Wochen habe ich es beim besten Willen nicht geschafft, regelmäßig einmal die Woche zu bloggen. Zufall? Wohl eher nicht.

Auch vorher habe ich nicht das klischeemäßige Student*innenleben – feiern bis um 4 und dann schlafen bis um 12, Vorlesung von 14 bis 16 Uhr – gelebt. Nicht ein Semester. Und ja, ich wurde vor dem Arbeitsleben gewarnt. Dass man müde sei nach der Arbeit wurde mir gesagt, und dass man zu nichts mehr komme. Das kann ich nur teilweise bestätigen. Meine Erfahrungen im Übergang zwischen Studium und Beruf habe ich euch hier zusammengeschrieben.

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Persönliches, Psyche

Echt

Manchmal verlaufe ich mich und finde mich in einer Scheinwelt wieder. Ich wache nicht plötzlich dort auf, ich gehe langsam und stetig verloren. Ein unsichtbarer Sog entzieht mich der Realität, lässt mich vergessen, was real und wichtig ist. Die Gedanken fließen mal zäh wie Honig, mal ticken sie wie ein Uhrwerk, während die Wolken vorüberziehen, doch das bemerke ich gar nicht. Weiterlesen „Echt“