Gedanken, Psyche

Weniger ich

Es gab Zeiten, da waren nur die Tage gute Tage, an denen die Waage weniger zeigte als am Vortag. Es gab Zeiten, in denen mein Hunger der Feind war, den es zu überlisten oder niederzuringen galt. Und für eine Weile errung ich jeden Tag einen Teilsieg. Ich feierte den Triumph des Geistes über den Körper. Rannte immer weiter, ohne je ein Ziel erreichen zu können. Kämpfte weiter, gegen mich selbst.

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Reisen

Looking for an Adventure

Es gibt viele Dinge, vor denen ich Angst oder zumindest Respekt habe. Ich erinnere mich lebhaft an die Mountainbiketour, die ich vor einigen Jahren mit meinen Eltern auf Lanzarote gemacht habe. Zwischen riesigen Lavasteinbrocken irgendwelche Hänge runterzubrettern, fühlte sich für mich einfach nur nach Harakiri an. Ich hatte richtig Schiss, und das Schlimmste daran war, dass das Ganze meinen Eltern überhaupt nichts ausmachte.

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Gedanken, Psyche

Face in the Crowd

Wie spät ist es? Blicke auf den Kalender, auf die Menschen um mich, die so schnell wachsen oder wieder in sich zusammenfallen. So spät schon? Schon fast zu spät.

Je später es wird, desto mehr steigt die Unruhe. Und die Unruhe führt zur Rotation um die eigene Achse. Und die führt zu – Stillstand. Und so stehe ich still und weiß nicht wohin mit mir. Suche und finde billige, einfache Ablenkung. Halte die Gedankenspirale für einen Moment an.

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Gedanken

Rückblick || Looking Back

Welches Fazit ziehst Du aus diesem Gemeinschaftsprojekt? Was ist dir besonders ins Auge gestochen, was hast du gelernt?

Nehmen wir irgendeine ältere Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und stellen daneben eine junge Frau, die sich am Anfang ihrer Reise befindet. Beide sind sich fremd. Auf der Straße wären sie stumm aneinander vorbei gegangen. Ein klarer Blick durch die andere Person hindurch bestätigt die Anonymität und die Selbstfokussierung der heutigen Gesellschaft… und doch ist es unermesslich bereichernd, wenn man sich tatsächlich begegnet und einen offenen Austausch wagt. Man spürt eine Verbindung und Abhängigkeit und lernt von seinem Gegenüber.

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Gedanken

Prost, Menschheit || Cheers, Humanity

Cheers, Humanity

12. Was wünschst Du Dir für die Menschheit?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Zufriedenheit, Erkenntnis, Selbsterhaltung, Respekt allen Leben und unserem Lebensraum gegenüber, viel Geduld, große Ressourcen, um die Weiterentwicklung voranzubringen, Toleranz, Ausgewogenheit, Liebe…“ 

Helen:

„Ich wünsche mir sehr, dass wir uns gegenseitig den Respekt entgegenbringen, den wir uns auch von Anderen erwarten. Ich wünsche mir, dass wir weniger hassen, uns nicht weiter gegeneinander aufhetzen lassen. Dass wir uns unsere Fehler und unser Unwissen eingestehen, unseren Stolz auch mal vergessen. 

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Gedanken

Stolzer Pfau || Proud Peacock

Stolzer Pfau

11. Worauf bist Du stolz?

Helen:

„Auch, wenn sie mir manchmal das Leben nicht leicht machen, bin ich stolz auf meinen Ehrgeiz und mein Durchhaltevermögen. Ich bin stolz darauf, dass ich den Mut habe, Pläne in die Tat umzusetzen und viel von dem, was ich erreichen wollte, tatsächlich auch geschafft zu haben. 

Wenn ich einen Traum habe, tue ich einiges dafür, damit er in Erfüllung geht. Auch anderen gegenüber mache ich selten bis nie leere Versprechungen.

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Gedanken

Päckchen Tragen || Carrying Baggage

Päckchen Tragen

10. Spürst Du ein Gewicht, welcher Art auch immer, auf Deinen Schultern lasten?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Früher war es wenig greifbar, heute kenne ich meine Baustellen und mein Gepäck, dass ich mit mir trage. 

Ich habe in meinem Erbgut/meinen Genen einiges aufzuarbeiten, das spüre ich deutlich. Was zeitlich am nächsten dran ist, ist sicherlich das Aufarbeiten der kürzlichen deutschen Geschichte. Die Wissenschaft geht davon aus, dass traumatische Erlebnisse im Erbgut abgespeichert werden können und sich diese erst Generationen später bemerkbar machen. Ein interessantes Thema, das ich für mich aufarbeiten möchte. Leider jedoch rinnt mir die Zeit wie Sand durch die Hände: die Zeitzeugen sind am Wegsterben. Es scheint einiges an Schuldgefühlen zu geben, die es mir oft unmöglich machen Stolz auf meine Wurzeln zu sein. 

Generell glaube ich an Karma und an Wiedergeburt. Mir sind einige besondere Verbindungen zu Menschen und Ländern bewusst, und ich gehe davon aus, dass ich in diesem oder einem folgenden Leben noch einiges aufzuarbeiten habe. 

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Gedanken

Straßenkarte || Road Map

Straßenkarte

9. Hast Du das Gefühl auf Deinem Weg zu sein? Wonach suchst Du?

Helen:

„Das ist eine schwierige Frage. Ich bin definitiv auf einem Weg und ich habe auch das Gefühl, Schritt für Schritt voranzukommen. Wo es hingeht, das ist eine andere Frage. Ich glaube zumindest, dass ich immer mehr zu der Person werde, die ich sein möchte und die ich in meinem Kern auch bin, und das ist ja schon mal viel wert. 

Mit der Zeit kristallisieren sich meine Werte und meine Vorstellungen vom Leben immer weiter heraus. 

Für mich geht es darum, Selbstsabotage aufzugeben und mein Leben sinnstiftend zu gestalten. 

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Gedanken

Tägliches Glück || Daily Luck

Tägliches Glück

8. Welche Aktivitäten machen Dich glücklich und wie erdest Du Dich?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Es sind die Kleinigkeiten: Musik durchstöbern, hören und dabei ausgelassen mitsingen oder durch die Wohnung tanzen. Ein reichhaltiges Gespräch mit einem mir lieben Menschen. Kochen und gemeinsames Essen. Gartenarbeit und Spazieren gehen in der Natur oder der Großstadt. Schreiben, lesen, malen, basteln, meditieren.“ 

Helen:

„Am liebsten bin ich mit meinem Verstand völlig bei einer Sache, auch, wenn das leider selten der Fall ist. Aktivitäten, bei denen ich völlig konzentriert und gleichzeitig entspannt sein kann, sind Outdoorsportarten wie Klettern oder Surfen. Einen Tag mit netten Leuten in der Natur zu verbringen, das Handy in der Tasche zu lassen, sich zu verausgaben und zwischendurch eine Pause in der Sonne zu machen, das macht mich glücklich. Generell bin ich ein totaler Sommermensch und verbringe meine gerne Zeit draußen. 

Neues zu entdecken macht mich verdammt glücklich, aber auch das Gefühl, angekommen, geborgen und geliebt zu sein. 

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Gedanken

Ausbalancieren || Balancing

Ausbalancieren

7. Work-Life-Balance, wie ist die Gewichtung in Deinem Leben? Bzw. was bedeutet das für Dich konkret?

Helen:

„Letztens habe ich ein Zitat gelesen, das in etwa besagt, dass das Wort „Work-Life-Balance“ die Arbeit schon aus dem Leben exkludiert. So, als gäbe es neben dem schönen, freien Leben einen Teil des Daseins, der keinen Spaß machen darf oder kann. 

Nach dem ersten Einblick ins Arbeitsleben bin ich noch auf der Suche nach etwas, was mir Sinn gibt. Generell ist es für mich essentiell, Zeit zu haben, um das Leben zu genießen. Das kann ich vor allem dann tun, wenn ich Aktivitäten nachgehe, die mir Energie geben. Im letzten Jahr habe ich gelernt, besser auf meinen Körper zu hören und zu erkennen, was ich gerade brauche. Es ist mir also wichtig, grundsätzlich gut mit meiner Energie zu haushalten, was mir als kleinem Workaholic nicht immer leicht fällt. Ich glaube, dass ich das kapitalistische System und den gesellschaftlichen Leistungsdruck – wie die meisten – in dieser Hinsicht stark internalisiert habe und mein Handeln in jedem Fall laufend hinterfragen sollte. Die knappen zwei Jahre, in denen ich mich auf das erste juristische Staatsexamen vorbereitet habe, haben mich in dieser Hinsicht schon sehr geprägt.

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