Gedanken, Gesellschaft

Astro-logisch? Warum wir in den Sternen nach Antworten suchen

Ich bin bin relativ faul, aber arbeite zugleich effektiv. Denn die Sonne stand während meiner Geburt im Zeichen des Stiers. Wegen meines Aszendenten, Krebs, verhalte ich mich meist sozial. Merkur und Venus in Zwillinge hingegen sorgen für Geselligkeit, eine schnelle Auffassungsgabe und eine gewisse Rastlosigkeit.

Echt jetzt?

Weiterlesen „Astro-logisch? Warum wir in den Sternen nach Antworten suchen“
Gedanken, Gesellschaft

internalisierter Kapitalismus, Baby

Ich bin gerne produktiv. Aufgaben abzuhaken gibt mir ein unglaublich positives Gefühl. Ich mag es, fleißig zu sein, möchte alles möglichst gut erledigen und arbeite eigentlich immer an irgendeinem größeren oder kleineren Projekt.

Aber ab und an fällt es mir schwer, zu pausieren, auch, wenn ich gerne möchte. Und ich weiß, dass ich da nicht die Einzige bin. Dass auch andere Menschen sich schon mal einen leichten Infekt herbeigewünscht haben, um endlich einen Grund zum Ausruhen zu haben. Manchmal frage ich mich, warum mir das Abschalten und Nichtstun so schwer fällt. Ist das einfach meine Art? Oder sind es die äußeren Umstände, die mich so umtriebig machen? Möchte ich gerade arbeiten? Oder habe ich nur das Gefühl, dass ich es tun muss – für den Lebenslauf, gegen das schlechte Gewissen?

Weiterlesen „internalisierter Kapitalismus, Baby“
Gedanken, Poesie

Druck

Unter Druck entstehen Diamanten und Glas zerspringt.

Druck im System. Druck als System. Auferlegt und dann reproduziert.

Vom Mensch an der Maschine zur menschlichen Maschine.

Die Feder ist aufgezogen und wir laufen. Von hier nach da, immer vorwärts, keine Schlenker vorgesehen. Vom Druck in der Spur gehalten. Scheuklappen auf und los geht die Reise.

Die Kreativität ächzt unter dem Gewicht der Gedanken. Sie wird erdrückt von Erwartungen.

Ein Leben im Takt. Monoton monochrom. Ein Streben nach Anerkennung. Nach Bestätigung, nach mehr. Nur ankommen wollen im Paradies, endlich ankommen.

Unterdrückte und unter Druck produzierte Emotionen. Leere Worte und volle Hände.

Wenn ich mich umblicke, sehe ich mehr Scherben als Edelsteine.

Gedanken

Von Misogynie bis Missbrauch

Erst war ich fassungslos, dann traurig, jetzt bin ich wütend. Ich bin wütend darüber, dass sexistische Kommentare und körperliche Belästigungen so allgegenwärtig sind, dass sie für viele zur Normalität geworden sind. Ich bin wütend darüber, dass Frauen, in der Öffentlichkeit oder im Privaten, ständig über ihr Äußeres definiert werden; darüber, dass ein „nein“ so oft nicht ernstgenommen wird; über die Steine, die ihnen in mancherlei Hinsicht in den Weg gelegt werden. Sexismus, so tief in unserer Gesellschaft verankert, von klein auf erlernt, durch Stereotype genährt. Weiterlesen „Von Misogynie bis Missbrauch“

Gedanken, Psyche

Neugier und Ignoranz

Sovely vom Blog MurmelMeister hat mich mit ihrem Beitrag NEXT zum Nachdenken über uns Menschen angeregt. Dabei fand ich mehr Fragen als Antworten…
______________________________________________________________

Bleibst du manchmal stehen und betrachtest das, was um dich herum geschieht, wie mit Kinderaugen? Fragst du dich manchmal auch, was wir da eigentlich treiben, wir Menschen mit unseren Nachbarschaftsstreitigkeiten, unserem Hang zum Konsum und unserer unbegrenzten Fähigkeit zu lieben? Was uns antreibt?

Ist es Optimismus oder Wahnsinn? Sind wir genetisch darauf gepolt, überleben zu wollen, komme was wolle? Was macht uns zu solch narzisstischen Meistern der Ignoranz und zugleich zu neugierigen Empathen? Weiterlesen „Neugier und Ignoranz“

Gedanken

Für alle, die misstrauen und Misstrauen säen

Eigentlich bin ich der Meinung, dass genug über die jetzige Situation diskutiert wird. Eigentlich lese ich kaum Facebook-Kommentare, vor allem nicht solche, die bei denen ich am liebsten schreien möchte. Eigentlich möchte ich mich nicht aufregen, ruhig und gelassen bleiben.

Aber heute habe ich genug von sogenannten Freiheitskämpfern, truth bomb droppers, Aufgewachten. Von Menschen, die lieber Tode in Kauf nehmen als sich in irgendeiner Weise einzuschränken. Die hinter allem eine Verschwörung wittern, nichts und niemandem Glauben schenken. Weiterlesen „Für alle, die misstrauen und Misstrauen säen“

Gedanken, Psyche

Alles ist gut, wirklich.

Zumindest kann ich immer noch glauben, dass alles gut ist,

solange du mir meistens einen Kuss gibst, bevor du gehst
und solange die Inflation nicht mehr als 2% pro Jahr beträgt,
ach, oder 5;
wenn die AfD-Wähler noch nicht in der Mehrheit sind
und man bald wieder draußen grillen kann,
dann gibt es doch eigentlich keinen Grund zu klagen; Weiterlesen „Alles ist gut, wirklich.“

Gedanken

Wir müssen über Privilegien sprechen

Privilegien sind tief in unserer Gesellschaft verankert. Diejenigen, die sie innehaben, sind sich dessen oftmals gar nicht bewusst; die, denen sie fehlen, fällt das herrschende Ungleichgewicht dafür umso mehr auf. Reaktionen auf die Konfrontation mit den eigenen Privilegien können vielfältig sein: sie reichen von Scham bis hin zu Trotz oder gar einem Gefühl der Überlegenheit. Häufig sehen wir unsere Privilegien, mit denen wir zum großen Teil geboren werden, als so selbstverständlich an, dass wir ihnen keine weitere Aufmerksamkeit schenken. Weiterlesen „Wir müssen über Privilegien sprechen“

Gedanken, Rezensionen

Rezension: „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling

Nachdem meine sozialen Aktivitäten wegen des Coronavirus auf ein Mindestmaß beschränkt wurden und ich anstatt zu Vorlesungen zu gehen nur noch Videos der Lehrpersonen anschaue, nutze ich meine Zeit immerhin, um ein wenig mehr zu lesen. Das Buch „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling habe ich in zweieinhalb Tagen verschlungen. Das liegt zum einen daran, dass es sich einfach lesen lässt, zum anderen aber auch an der schmerzhaft zutreffenden Charakterisierung unserer modernen Gesellschaft und daran, dass man unweigerlich mit der Protagonistin mitfiebert. Weiterlesen „Rezension: „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling“

Gedanken, Psyche

Hör einfach mal zu.

Gerade kommt alles zum Stillstand. Auch der Workshop zum Thema „happiness“, an dem ich heute teilnehmen wollte, wurde ersatzweise online durchgeführt, 18 Personen nahmen also an einem Zoom-Gespräch teil. Auch, wenn das Ganze den echten Austausch nicht zu hundert Prozent ersetzen konnte, konnte ich aus dem Workshop einiges mitnehmen.

Zum Beispiel ging es um das Thema „Mindful Communication“. Weiterlesen „Hör einfach mal zu.“