Gedanken, Gesellschaft

internalisierter Kapitalismus, Baby

Ich bin gerne produktiv. Aufgaben abzuhaken gibt mir ein unglaublich positives Gefühl. Ich mag es, fleißig zu sein, möchte alles möglichst gut erledigen und arbeite eigentlich immer an irgendeinem größeren oder kleineren Projekt.

Aber ab und an fällt es mir schwer, zu pausieren, auch, wenn ich gerne möchte. Und ich weiß, dass ich da nicht die Einzige bin. Dass auch andere Menschen sich schon mal einen leichten Infekt herbeigewünscht haben, um endlich einen Grund zum Ausruhen zu haben. Manchmal frage ich mich, warum mir das Abschalten und Nichtstun so schwer fällt. Ist das einfach meine Art? Oder sind es die äußeren Umstände, die mich so umtriebig machen? Möchte ich gerade arbeiten? Oder habe ich nur das Gefühl, dass ich es tun muss – für den Lebenslauf, gegen das schlechte Gewissen?

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Gedanken

Von Misogynie bis Missbrauch

Erst war ich fassungslos, dann traurig, jetzt bin ich wütend. Ich bin wütend darüber, dass sexistische Kommentare und körperliche Belästigungen so allgegenwärtig sind, dass sie für viele zur Normalität geworden sind. Ich bin wütend darüber, dass Frauen, in der Öffentlichkeit oder im Privaten, ständig über ihr Äußeres definiert werden; darüber, dass ein „nein“ so oft nicht ernstgenommen wird; über die Steine, die ihnen in mancherlei Hinsicht in den Weg gelegt werden. Sexismus, so tief in unserer Gesellschaft verankert, von klein auf erlernt, durch Stereotype genährt. Weiterlesen „Von Misogynie bis Missbrauch“

Gedanken, Psyche

Alles ist gut, wirklich.

Zumindest kann ich immer noch glauben, dass alles gut ist,

solange du mir meistens einen Kuss gibst, bevor du gehst
und solange die Inflation nicht mehr als 2% pro Jahr beträgt,
ach, oder 5;
wenn die AfD-Wähler noch nicht in der Mehrheit sind
und man bald wieder draußen grillen kann,
dann gibt es doch eigentlich keinen Grund zu klagen; Weiterlesen „Alles ist gut, wirklich.“