Gedanken, Psyche

Warum Grübeln wie ein Schaukelstuhl ist

Mein Gehirn möchte etwas zu tun haben. Und wenn es nichts zu tun gibt, dann bastelt es sich seine Aufgaben selbst. Zum Beispiel, indem es analysiert, was in Zukunft alles schiefgehen könnte oder was noch alles zu tun ist. Dabei handelt es sich natürlich um Dinge, die ich gerade in diesem Moment nicht erledigen kann, die völlig sinnlos in meinem Kopf ihre Runden drehen und dazu führen, dass ich vor lauter „ich hab so viel zu tun“ wie paralysiert bin. Dabei versinke ich immer tiefer in dieser Spirale, je mehr ich grüble, desto schneller drehen sich meine Gedanken und desto weniger fange ich tatsächlich an, die Dinge, die mich beschäftigen, anzugehen. Weiterlesen „Warum Grübeln wie ein Schaukelstuhl ist“

Gedanken, Psyche

Grau ist voll mein Ding

Grau ist nicht gerade die beliebteste aller Farben. Grau liegt zwischen Unwetter und Sonnenschein, zwischen Tag und Nacht. Grau setzt kein Statement, es ist unscheinbar, vielleicht sogar langweilig. Grau erntet keinen Applaus, höchstens ein müdes Nicken, schweigende Akzeptanz.

Lange Zeit war grau nicht so mein Ding. Ich tat Dinge ganz oder gar nicht; wenn überhaupt, dann akribisch, perfektionistisch. Nicht nur dabei sein, um das Spiel zu genießen; teilnehmen, nur um zu gewinnen, oder eben nicht. Der Weg nicht das Ziel, sondern – das Ziel eben als Ziel. Und dahinter ein neues Ziel. Weiterlesen „Grau ist voll mein Ding“

Gedanken, Psyche

Provisorien

Irgendwann hätte ich gerne eine eigene Kletterwand. Aber nicht hier, das würde keinen Sinn machen, hier bin ich ja schon bald wieder weg. Auch nicht in der nächsten Wohnung, in der nächsten Stadt. Denn wer weiß, wo ich in einem Jahr bin?
Hier und jetzt ist Provisorium. Nicht zu viel investieren wollen, weil es wahrscheinlich sowieso schon bald wieder vorbei ist. Kleine Ungemütlichkeiten in Kauf nehmen, denn: ist ja nicht auf Dauer. Was ist überhaupt auf Dauer? Weiterlesen „Provisorien“

Gedanken, Rezensionen

Rezension: „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling

Nachdem meine sozialen Aktivitäten wegen des Coronavirus auf ein Mindestmaß beschränkt wurden und ich anstatt zu Vorlesungen zu gehen nur noch Videos der Lehrpersonen anschaue, nutze ich meine Zeit immerhin, um ein wenig mehr zu lesen. Das Buch „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling habe ich in zweieinhalb Tagen verschlungen. Das liegt zum einen daran, dass es sich einfach lesen lässt, zum anderen aber auch an der schmerzhaft zutreffenden Charakterisierung unserer modernen Gesellschaft und daran, dass man unweigerlich mit der Protagonistin mitfiebert. Weiterlesen „Rezension: „Super, und dir?“ von Kathrin Weßling“

Gedanken, Psyche

Kleine Veränderungen für weniger (Lern-)Stress und mehr Gesundheit

Die Jahre 2017 bis 2019 haben mich mental ziemlich gefordert. Schon dieses Statement zu machen fällt mir schwer, schließlich geht es mir insgesamt wirklich sehr gut und meine Sorgen mögen anderen lächerlich erscheinen. Aber es ist, wie es ist; wir haben alle unterschiedliche Belastungsgrenzen und gehen unterschiedlich (gut) mit Stress um. Weiterlesen „Kleine Veränderungen für weniger (Lern-)Stress und mehr Gesundheit“