Gedanken, Gesellschaft

Astro-logisch? Warum wir in den Sternen nach Antworten suchen

Ich bin bin relativ faul, aber arbeite zugleich effektiv. Denn die Sonne stand während meiner Geburt im Zeichen des Stiers. Wegen meines Aszendenten, Krebs, verhalte ich mich meist sozial. Merkur und Venus in Zwillinge hingegen sorgen für Geselligkeit, eine schnelle Auffassungsgabe und eine gewisse Rastlosigkeit.

Echt jetzt?

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Gedanken, Psyche

Weniger ich

Es gab Zeiten, da waren nur die Tage gute Tage, an denen die Waage weniger zeigte als am Vortag. Es gab Zeiten, in denen mein Hunger der Feind war, den es zu überlisten oder niederzuringen galt. Und für eine Weile errung ich jeden Tag einen Teilsieg. Ich feierte den Triumph des Geistes über den Körper. Rannte immer weiter, ohne je ein Ziel erreichen zu können. Kämpfte weiter, gegen mich selbst.

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Gedanken

Päckchen Tragen || Carrying Baggage

Päckchen Tragen

10. Spürst Du ein Gewicht, welcher Art auch immer, auf Deinen Schultern lasten?

Sovely von www.MurmelMeister.com:

„Früher war es wenig greifbar, heute kenne ich meine Baustellen und mein Gepäck, dass ich mit mir trage. 

Ich habe in meinem Erbgut/meinen Genen einiges aufzuarbeiten, das spüre ich deutlich. Was zeitlich am nächsten dran ist, ist sicherlich das Aufarbeiten der kürzlichen deutschen Geschichte. Die Wissenschaft geht davon aus, dass traumatische Erlebnisse im Erbgut abgespeichert werden können und sich diese erst Generationen später bemerkbar machen. Ein interessantes Thema, das ich für mich aufarbeiten möchte. Leider jedoch rinnt mir die Zeit wie Sand durch die Hände: die Zeitzeugen sind am Wegsterben. Es scheint einiges an Schuldgefühlen zu geben, die es mir oft unmöglich machen Stolz auf meine Wurzeln zu sein. 

Generell glaube ich an Karma und an Wiedergeburt. Mir sind einige besondere Verbindungen zu Menschen und Ländern bewusst, und ich gehe davon aus, dass ich in diesem oder einem folgenden Leben noch einiges aufzuarbeiten habe. 

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Gedanken, Psyche

Die Quelle der Inspiration

Mit der Inspiration ist das so eine Sache. An manchen Tagen produziert mein Kopf eine Idee nach der anderen. Jede Kleinigkeit macht mich neugierig, begeistert mich. Nicht selten bin ich dabei unterwegs, kritzele Phrasen auf zerknitterte Zettel und tippe für andere unverständliche Schlagworte in mein Handy. Doch allzu oft geht zu viel Zeit ins Land, bis ich mich meinen Ideen wieder widme. Und wo zuvor großartige Pläne waren, finde ich nur noch unleserliche Notizen, Zeugen von Gedankengängen, die mich später selbst verwirren.

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Gedanken, Psyche

Die Zeit vergeht immer schneller – was tun?

Weißt du noch, wie lange die Sommerferien waren, als du ein Kind warst? Wie unendlich sich die ersehnten sechs Wochen vor einem erstreckten? Weißt du noch, wie lange ein einzelner Nachmittag sein konnte? Wieviele Abenteuer innerhalb weniger Stunden erlebt werden konnten, wie viel Neues zu entdecken war?

Verglichen mit meiner Kindheit vergeht die Zeit mit Mitte zwanzig schon ziemlich schnell, wie ich finde. Mein Großvater – stolze 90 Jahre alt – bestätigte mir auf meine Nachfrage hin, dass die Zeit im Laufe des Lebens immer schneller zu vergehen scheint. Dass sie mit 70 noch schneller vergehe als mit 50 und mit 90 wiederum schneller als mit 70. Viele Menschen sind sich diesbezüglich einig: je älter wir werden, desto mehr rast die Zeit dahin. Obwohl diese Wahrnehmung natürlich subjektiv ist, wirkt ihre weite Verbreitung relativ beunruhigend. Schließlich ist Zeit eine der wichtigsten Ressourcen, die wir haben.

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Gedanken, Psyche

Dankbarkeit & Wundern

Dankbarkeit ist mittlerweile ein geflügeltes Wort, dessen Omnipräsenz schon mal zu Augenverdrehen führen kann. Das Empfinden von Dankbarkeit hat aber auch konkrete gesundheitliche Vorteile und kann beispielsweise die Schlafqualität verbessern. Letztens las ich in der Obdachlosenzeitung Karuna Kompass einen Artikel über dieses Thema, in dem die interviewte Person ihre drei Schritte für die Kultivierung von Dankbarkeit vorstellte: Anhalten und dir des Moments bewusst werden. Wundern. Achtsam weitergehen.

In den letzten Tagen habe ich ein wenig versucht, im Alltag innezuhalten und mir vor Augen zu führen, welche Wunder unser ganz normales Leben eigentlich beinhaltet. Das hat nicht nur unwahrscheinlich viel Spaß gemacht, sondern auch tatsächlich dazu geführt, dass ich Dinge, die mir zuvor nicht wirklich bedeutsam erschienen, zumindest für einen Moment aus einem anderen Blickwinkel betrachten konnte. Vielleicht willst du dich in nächster Zeit auch öfter mal fragen:

Ist es nicht total abgefahren, dass unser Körper in jeder Sekunde danach strebt, bestmöglich zu funktionieren und Wunden einfach heilt? Ist es nicht super cool, diese verrückten Körperteile zu haben, mit denen wir verschiedene Texturen fühlen, Gerüche und Geschmäcke wahrnehmen können? Ist es nicht faszinierend, wie einzigartig jeder von uns ist und dass wir uns ständig verändern können? Dass wir mit Hilfe unserer Fantasie an Orte reisen können, die es überhaupt nicht gibt?

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Gedanken, Psyche

Warum Grübeln wie ein Schaukelstuhl ist

Mein Gehirn möchte etwas zu tun haben. Und wenn es nichts zu tun gibt, dann bastelt es sich seine Aufgaben selbst. Zum Beispiel, indem es analysiert, was in Zukunft alles schiefgehen könnte oder was noch alles zu tun ist. Dabei handelt es sich natürlich um Dinge, die ich gerade in diesem Moment nicht erledigen kann, die völlig sinnlos in meinem Kopf ihre Runden drehen und dazu führen, dass ich vor lauter „ich hab so viel zu tun“ wie paralysiert bin. Dabei versinke ich immer tiefer in dieser Spirale, je mehr ich grüble, desto schneller drehen sich meine Gedanken und desto weniger fange ich tatsächlich an, die Dinge, die mich beschäftigen, anzugehen. Weiterlesen „Warum Grübeln wie ein Schaukelstuhl ist“

Nachhaltigkeit, Reisen

2 Wochen weniger auf Mallorca oder ein Einblick in ein minimalistischeres Leben

Während der letzten beiden Wochen habe ich (weitgehend) ohne Strom, WLAN und fließend Wasser gelebt. Und soviel vorweg: Ich hatte den entspanntesten Urlaub seit Langem.

Nachdem eine Freundin meines Freunds mit ihrem Partner nach Mallorca ausgewandert ist, um dort in kleinem Umfang ökologische Agrarwirtschaft und Tourismus zu betreiben, hatte ich die Insel als Urlaubsziel schon länger im Blick. Schwer zu leugnen, Mallorca weckt erstmal Gedanken an Eimersaufen und Schlagergegröle und ist zur Hochsaison normalerweise chronisch überlaufen. Aber neben einer (normalerweise) ausgeprägten Partyszene hat Mallorca hat auch steile Klippen, Höhlen, malerische Bergdörfer und türkisfarbenes Wasser in mehr oder weniger abgelegenen Buchten zu bieten. Auf einer Finca inmitten des Landes liefen wir auch nicht Gefahr, in der jetzigen Situation mit zu vielen anderen Touristen auf einem Haufen zu sitzen.

Als wir unseren Flug buchten, wussten mein Freund und ich, dass unsere Freunde noch auf eine Baugenehmigung warteten. „Kein Strom, kein Wasser“ war dennoch eine Überraschung für uns. Weiterlesen „2 Wochen weniger auf Mallorca oder ein Einblick in ein minimalistischeres Leben“

Gedanken, Psyche

Alles kommt wieder?

Vor ein paar Tagen hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer Freundin. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie ist die Art von Freundin, mit der sich aus dem Nichts die tiefgründigsten Gespräche ergeben. Eigentlich kenne ich sie nicht wirklich gut, habe nicht den geringsten Einblick in ihren Alltag. Vielmehr sind wir uns im letzten halben Jahr regelmäßig bei Veranstaltungen über den Weg gelaufen und haben uns ab und zu danach bei einer Tasse Tee gegenseitig das Herz ausgeschüttet, einfach so.

Dieses Mal merkte sie jedenfalls an, dass sie sich häufig in Situationen befinde, die sie glaube so ähnlich schon mal erlebt zu haben. Und auch ich kenne das gut: bewährte Muster in Beziehungen, aber auch generelle Lebensumstände, die sich zu wiederholen scheinen. Weiterlesen „Alles kommt wieder?“

Gedanken, Psyche

How to be (like) a Child

Wenn ich mal wieder versuche herauszufinden, welcher Job zu mir passen könnte, stoße ich ab und zu auf den Tipp, sich an dem zu orientieren, was man als Kind schon gerne gemacht hat. Da ich nicht überdurchschnittlich häufig oder gerne anderen Kindern Dinge beigebracht, Ärztin oder Verkäuferin gespielt habe, ergibt sich mir daraus leider kein konkretes Berufsbild. Auch aus den Tatsachen, dass ich gerne gemalt habe und auf Bäume geklettert bin, lassen sich nur abstrakte Schlüsse ziehen – irgendetwas Kreatives und/oder Aktives? Ja, wow. Weiterlesen „How to be (like) a Child“