Gedanken, Psyche

Warum ich das Klettern liebe

Geklettert bin ich schon immer. Als Kind schwindelfrei auf die höchsten Bäume, Klettergerüste rauf und runter, mit meinem Vater und meinem Bruder in der Boulderhalle. Wenn es für jede Person eine Bewegungs- oder Sportart gibt, die ihr Energie und Freude gibt, dann ist es für mich das Klettern. Schon klar, es ist auch einfach ein extrem gehypter Sport. Aber – zu recht! Auch für mich ist es einfach eine der besten Beschäftigungen, der man im Leben so nachgehen kann. Hier sind einige der Gründe dafür.

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Gedanken, Psyche

Was ich von meiner hypothalamischen Amenorrhoe gelernt habe

Womöglich denkst du dir beim Lesen dieses Titels „Sie hat etwas von … was bitte gelernt?!“ Wenn ihr selbst darunter leidet, wisst ihr aber wahrscheinlich genau was ich meine: bei der hypothalamischen Amenorrhoe (HA) handelt es sich um ein Ausbleiben der Regelblutung für mindestens drei aufeinanderfolgende Zyklen. Weiterlesen „Was ich von meiner hypothalamischen Amenorrhoe gelernt habe“

Gedanken, Psyche

Wenn du es sowieso machst, hab wenigstens Spaß dabei

Viele Dinge tun wir nicht, weil wir es unbedingt wollen, sondern aus einer bestimmten Notwendigkeit heraus. Putzen, lernen, Treffen und Veranstaltungen, auf die wir eigentlich keine Lust haben, alles irgendwie nicht das Ende der Welt, aber nervig genug, um einem die Laune zu verderben.
In meinem Fall war es ein Halbmarathon in Madrid (also etwas, was ich mir zu hundert Prozent selbst ausgesucht hatte), der zeitlich so vorverlegt wurde, dass mir davor nicht ausreichend Schlaf blieb. Außerdem hatte ich kaum trainiert und mittlerweile eingesehen, dass ich aus gesundheitlichen Gründen sportlich ein bisschen kürzer treten muss, aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall war ich alles andere als begeistert von der Idee, am frühen Morgen 21 Kilometer durch die Sonne Spaniens zu laufen und hatte das Gefühl, dass mir das Ganze nicht besonders guttun würde.

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Gedanken, Psyche

Über die kleinen Dinge

Dass es die kleinen Dinge sind, die glücklich machen, dieser Satz wird uns so oft um die Ohren geworfen, dass er bisweilen nur noch Augenverdrehen hervorruft.
Obwohl ich ihm doch viel Wahres zugestehe, will ich nicht über diese kleinen Dinge schreiben. Vielmehr schwirren in letzter Zeit die anderen kleinen Dinge in meinem Kopf herum, die, die sogar eher lästig sein können und für die wir so oft „keine Zeit“ haben, weil wir mit größeren Dingen beschäftigt sind.

Es sind die Gewohnheiten, die den Erfolg bringen und uns zu dem machen, was wir sind, so oder so ähnlich habe ich es oft gehört. Und, auch, wenn es nervig und anstrengend sein kann, es ist wahr. Wie wahr, das habe ich erst vor Kurzem begriffen.

Wie oft hast du beschlossen, von nun an mehr Sport zu machen, warst zwei Wochen lang im Fitnessstudio und hast dann alles hingeworfen? Wie oft hast du so lange nicht aufgeräumt oder das Lernen aufgeschoben, bis sich ein unbezwingbarer Berg von Aufgaben angesammelt hat? Wie oft hast du beschlossen eine Sprache zu lernen und mehr zu lesen, zu zeichnen immer und ausnahmslos gesund zu essen und deine Familie öfter zu besuchen? Ich habe einige dieser Dinge schon verdammt oft so umsetzen wollen, nur um am Ende an meiner eigenen Faulheit zu scheitern.

Aber alles, was gut ist, braucht Zeit, Fähigkeiten brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, Gewohnheiten schleichen sich langsam in den Alltag. Deshalb nimm dir ein bisschen Zeit, vielleicht weniger, als du realistisch aufwenden kannst, um die Aufgabe zu erledigen. Wenn die ersten Tage und Wochen vergangen sind wird sich dein Tun selbstverständlich anfühlen. Und plötzlich ist die Zeit dafür da und es ist alles gar nicht so schlimm wie erwartet.

Oft wollen wir einfach von Anfang an alles können und bedenken nicht, dass es auch den Besten in seiner Disziplin in 99% der Fälle viel Zeit gekostet hat, um an sein Ziel zu kommen. Wir sind besessen von der Idee, perfekt zu sein und verlieren den Spaß am Lernen und Fehler machen.

Ein paar leicht umsetzbare Beispiele dazu:
– räume jeden Morgen oder Abend 10 Minuten lang deine Wohnung auf
– nimm dir fest vor, zweimal die Woche zum Sport zu gehen
– rufe einmal pro Woche deine Freundin/deine Familie/jemanden, an den du denkst, an
– iss 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag, danach auch gerne etwas Schokolade
– lies jeden Morgen oder Abend ein paar Seiten
– deaktiviere Funktionen, die dich an deinem Handy nerven, sofort und melde dich sofort von sinnlosen Newslettern ab
– lerne jeden Tag fünf neue Vokabeln

Natürlich gibt es Tage, an denen man wirklich keine Zeit findet, vielleicht auch keine Lust hat und an denen einem alles zu viel wird. Vielleicht sitzt man am Ende des Tages umgeben von Chaos mit einem Becher Eis vor dem Fernseher. Aber das Schöne ist ja, dass man jeden Tag wieder klein anfangen kann. Und irgendetwas Kleines zu tun ist immer besser, als einfach zu resignieren.