Gedanken, Psyche

Warum ich das Klettern liebe

Geklettert bin ich schon immer. Als Kind schwindelfrei auf die höchsten Bäume, Klettergerüste rauf und runter, mit meinem Vater und meinem Bruder in der Boulderhalle. Wenn es für jede Person eine Bewegungs- oder Sportart gibt, die ihr Energie und Freude gibt, dann ist es für mich das Klettern. Schon klar, es ist auch einfach ein extrem gehypter Sport. Aber – zu recht! Auch für mich ist es einfach eine der besten Beschäftigungen, der man im Leben so nachgehen kann. Hier sind einige der Gründe dafür.

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Gedanken, Psyche

Die Planer und die Planlosen

Kannst du die Frage, wo du dich in fünf oder zehn Jahren siehst, beantworten? Weißt du genau, wo du hinwillst und verfolgst dieses Ziel mit Leidenschaft? Herzlichen Glückwunsch! Oder eher herzliches Beileid?

Ich glaube es gibt, vereinfacht gesagt, zwei Arten von Menschen: die, die ihre Zukunft planen und die, die alles auf sich zukommen lassen. Erstere stecken sich Ziele: sie möchten erfolgreiche Autor*innen oder Anwält*innen werden, sich selbstständig machen, auswandern oder eine Familie gründen. Vielleicht auch alles auf einmal, hey, warum nicht. Letztere können sich nicht festlegen oder wissen einfach noch nicht, wohin das Leben sie führt. Sie lassen sich Zeit und sie lassen sich treiben. Es wird sich schon alles ergeben.

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Gedanken, Rezensionen

Kürzlich gelesen

Lange habe ich nicht mehr über Bücher geschrieben. Das liegt nicht daran, dass ich nicht gelesen hätte – aber vielleicht zum Teil an der Tatsache, dass ich mich seit über einem Jahr(!) durch „Krieg und Frieden“ wurschtle. Doch das Ende ist nah und mittlerweile bin ich auch wieder mit Freude dabei. Wie dem auch sei, in den Krieg-und-Frieden-Pausen der letzten Wochen und Monate habe ich ein paar weitere Bücher zu Ende gelesen, die ich euch heute vorstellen möchte.

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Gedanken, Persönliches

Ein Frühlingstraum

Es wird wieder wärmer, das spüre ich. Kein Zweifel, es ist Frühlingsluft, die da sanft über meine Haut streicht. Zwei Frauen lachen laut, irgendwer raucht einen Joint. Farbenfrohe Erinnerungen werden langsam präsenter, als hätte ich sie aus dem Winterschlaf erweckt. Und wie ich in der Abenddämmerung durch die Straßen radle, fühle ich mich so frei wie schon lange nicht mehr. Ein Gemisch aus Sehnsucht und Vorfreude breitet sich in meiner Brust aus. Ein erhebendes Gefühl.

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Gedanken, Psyche

Gastbeitrag: Was fehlt

Ich binde mir die Schuhe, suche mir ein Paar Handschuhe, vielleicht setze ich noch eine Mütze auf und begebe mich raus in die Kälte. Laufen gehen ist in diesen Tagen eine der wenigen sinnvollen Beschäftigungen, der man abseits von Arbeit und Einkaufen außerhalb der Wohnung nachgehen kann. Ich laufe los, spüre die Kälte, bin fast schon in meinem üblichen Trott und denke über die Belanglosigkeit unserer Zeit nach, da höre ich wie Partymusik aus einem vorbeifahrenden Auto dröhnt. Und plötzlich wieder: Flashback!

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Gedanken, Gesellschaft

internalisierter Kapitalismus, Baby

Ich bin gerne produktiv. Aufgaben abzuhaken gibt mir ein unglaublich positives Gefühl. Ich mag es, fleißig zu sein, möchte alles möglichst gut erledigen und arbeite eigentlich immer an irgendeinem größeren oder kleineren Projekt.

Aber ab und an fällt es mir schwer, zu pausieren, auch, wenn ich gerne möchte. Und ich weiß, dass ich da nicht die Einzige bin. Dass auch andere Menschen sich schon mal einen leichten Infekt herbeigewünscht haben, um endlich einen Grund zum Ausruhen zu haben. Manchmal frage ich mich, warum mir das Abschalten und Nichtstun so schwer fällt. Ist das einfach meine Art? Oder sind es die äußeren Umstände, die mich so umtriebig machen? Möchte ich gerade arbeiten? Oder habe ich nur das Gefühl, dass ich es tun muss – für den Lebenslauf, gegen das schlechte Gewissen?

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Gedanken

Der obligatorische Jahresrückblick auf 2020

Ich glaube so viel steht fest: 2020 lief anders als gedacht. Für viele Menschen war es ein hartes Jahr, ein Jahr voller Verluste. Für mich persönlich war das Jahr äußerst turbulent, auch, wenn ich glücklicherweise persönlich nicht allzu sehr unter der Pandemie zu leiden hatte. Nur die Südamerikareise – seit Jahren ein Traum von mir – die nach dem Studienabschluss endlich anstehen sollte, musste leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aber das war nicht das einzige, was anders lief als geplant. Dennoch hielt dieses Jahr viele schöne und besondere Momente für mich bereit – und auch ein paar Learnings.

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Gedanken, Psyche

Weniger ich

Es gab Zeiten, da waren nur die Tage gute Tage, an denen die Waage weniger zeigte als am Vortag. Es gab Zeiten, in denen mein Hunger der Feind war, den es zu überlisten oder niederzuringen galt. Und für eine Weile errung ich jeden Tag einen Teilsieg. Ich feierte den Triumph des Geistes über den Körper. Rannte immer weiter, ohne je ein Ziel erreichen zu können. Kämpfte weiter, gegen mich selbst.

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Gedanken, Psyche

Face in the Crowd

Wie spät ist es? Blicke auf den Kalender, auf die Menschen um mich, die so schnell wachsen oder wieder in sich zusammenfallen. So spät schon? Schon fast zu spät.

Je später es wird, desto mehr steigt die Unruhe. Und die Unruhe führt zur Rotation um die eigene Achse. Und die führt zu – Stillstand. Und so stehe ich still und weiß nicht wohin mit mir. Suche und finde billige, einfache Ablenkung. Halte die Gedankenspirale für einen Moment an.

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Gedanken

Rückblick || Looking Back

Welches Fazit ziehst Du aus diesem Gemeinschaftsprojekt? Was ist dir besonders ins Auge gestochen, was hast du gelernt?

Nehmen wir irgendeine ältere Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und stellen daneben eine junge Frau, die sich am Anfang ihrer Reise befindet. Beide sind sich fremd. Auf der Straße wären sie stumm aneinander vorbei gegangen. Ein klarer Blick durch die andere Person hindurch bestätigt die Anonymität und die Selbstfokussierung der heutigen Gesellschaft… und doch ist es unermesslich bereichernd, wenn man sich tatsächlich begegnet und einen offenen Austausch wagt. Man spürt eine Verbindung und Abhängigkeit und lernt von seinem Gegenüber.

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